Orientierung in strategischen Lagen.

Bessere Entscheidungen unter Ungewissheit

Rebbelib ist meine unabhängige Praxis für Orientierung in strategischen Lagen. Ich bin Benjamin Wittorf. Ich arbeite mit Unternehmer:innen, Gründer:innen, Führungskräften und anderen Menschen, die folgenreiche Entscheidungen verantworten.

Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit zur Orientierung. Im Gespräch und in der gemeinsamen Untersuchung konkreter Fragen arbeiten wir daran, diese Fähigkeit zu erweitern: vertraute Erklärungen prüfen, neue Zusammenhänge erschließen und das eigene Handeln daran ausrichten.

Eine Lage besprechen →

Mögliche Anlässe

Orientierung prägt, was wir beobachten, wie wir entscheiden und wie wir handeln. Neue Beobachtungen und die Folgen unseres Handelns können sie verändern. Eine Zusammenarbeit kann bei sehr verschiedenen Fragen ansetzen:

    • Erfahrene Beteiligte sehen dieselbe Situation unterschiedlich. Jede Erklärung erscheint plausibel, doch die vorgeschlagenen Schritte passen nicht zusammen.
    • Ein Vorhaben überzeugt auf dem Papier. In der Praxis kommt es wiederholt nicht weiter, und es bleibt unklar, welche Bedingungen tatsächlich im Weg stehen.
    • Veränderte Umstände stellen bewährte Antworten infrage. Noch ist offen, was von der bisherigen Erfahrung trägt und was neu verstanden werden muss.
    • Vor einer Entscheidung soll ein Plan an seinen stärksten Gegenargumenten geprüft werden. Auch sein Ziel und die bisherige Problemdefinition können dabei zur Frage werden.

Wir prüfen auch, welche Informationen fehlen, welche Interessen wirken und welche materiellen Bedingungen die Lage prägen. Neue Erklärungen müssen sich an Beobachtungen und den Folgen des Handelns bewähren. Dabei kann auch eine zunächst vorgesehene Entscheidung hinfällig werden. Die Fähigkeit, Widersprüche zu erkennen und das eigene Urteil zu verändern, bleibt nach einem einzelnen Auftrag wichtig.

Zusammenarbeit

Strategische Orientierung

Eine offene Frage, ein Widerspruch oder ein Vorhaben kann Gegenstand eines einzelnen Arbeitsgesprächs sein. Ich bringe Wissen und eigene Deutungen ein. Gemeinsam entwickeln wir Erklärungen und prüfen, was sie sichtbar machen und was sie übersehen.

Das Gespräch kann für sich stehen. Wiederkehrendes Sparring bietet Raum, Erfahrungen mit einem nächsten Schritt aufzugreifen und die eigene Orientierung daran weiterzuentwickeln.

Annahmen prüfen

Du bringst einen Plan oder eine Empfehlung mit. Ich prüfe Quellen und Voraussetzungen und suche Gegenbefunde sowie alternative Erklärungen. Gemeinsam klären wir, woran sich erkennen ließe, dass eine tragende Annahme falsch ist, und welche Bedingungen das Vorhaben ermöglichen oder begrenzen.

Die Prüfung kann einen Plan verändern, weitere Arbeit nahelegen oder begründen, weshalb an ihm festgehalten wird. Das Urteil wird nachvollziehbar, einschließlich dessen, was noch nicht bekannt ist.

Eine Lage gemeinsam untersuchen

Wenn eine Frage zusätzliche Quellen und Perspektiven verlangt, untersuchen wir die Lage in einem begrenzten Mandat. Dazu können Recherche, genaue Lektüre und Gespräche mit weiteren Beteiligten gehören. Ich erschließe Quellen, analysiere Zusammenhänge und erarbeite ein begründetes Urteil.

In der gemeinsamen Arbeit verbinden wir die Befunde mit den Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten. Wir klären Zuständigkeiten, Interessen und nötige fachliche Beiträge, bestimmen einen möglichen nächsten Versuch und achten darauf, was seine Folgen erkennen lassen. Ein Lagebild oder eine schriftliche Grundlage entsteht, wenn die Arbeit es verlangt. Auch hier bleibt Raum für Nichtwissen und eine spätere Revision.

Wenn die Lage „KI“ ist

KI kann Daten auswerten, Arbeitsschritte automatisieren und neue Erklärungen vorschlagen. Wenn ihre fertigen Antworten die eigene Arbeit des Beobachtens, Erklärens und Prüfens ersetzen, können sie die Reorientierung behindern.

Ein Anlass für Zusammenarbeit kann sein, dass KI eingesetzt wird und trotzdem unklar bleibt, weshalb ihre Ausgaben nicht weiterhelfen. Wir untersuchen dann das Ausgangsmaterial, ausgelassene Hinweise und die Bedingungen, unter denen die Ausgaben entstehen und verwendet werden. Dazu gehört, wer eine Abweichung erkennen und einen Einwand wirksam werden lassen kann. Ob und wofür KI hilfreich ist, klären wir an der jeweiligen Frage. Daraus kann auch folgen, für diese Frage auf ihren Einsatz zu verzichten.

Benjamin Wittorf

Meine Erfahrungen verbinden technische und organisatorische Verantwortung mit der Untersuchung von Informationen und Entscheidungen.

Bei Self Trade am Pariser Sitz war ich als Co-Head of IT mitverantwortlich für einen Bereich mit rund 100 Mitarbeitenden. Dazu gehörten das europaweite Berichtswesen und die Bearbeitung betrieblicher Störungen. Für DHL automatisierte ich in einem kleinen externen Team das Reporting für den Vorstand. Ich war in der US-amerikanischen Intelligence Community aktiv und habe in China an Sicherheitsaudits gearbeitet. Für einen europäischen Selbstverteidigungsanbieter untersuchte ich den geplanten Markteintritt in Deutschland bis zur Standortökonomie und empfahl, die Expansion nicht weiterzuverfolgen.

Ich habe John Boyds Schriften und Briefings ins Deutsche übersetzt, pflege seit 2021 das deutschsprachige Kompendium und bin Mitglied der John Boyd Gesellschaft. Boyds Arbeit an Orientierung und fortlaufender Reorientierung ist ein wichtiger Bezugspunkt meiner Praxis.

Zu meiner privaten Website →

«Ein kurzes Buch zur Orientierung»

Eine richtige Einsicht kann folgenlos bleiben. In «Ein kurzes Buch zur Orientierung» untersuche ich, wie Menschen und Organisationen sich unter unvollständigem Wissen orientieren, was solche Orientierungen stabilisiert, woran sie scheitern können und was es braucht, um sie zu verändern.

An konkreten Fällen lässt sich nachvollziehen, wie Wahrnehmung, Bindungen, Macht und materielle Bedingungen zusammenwirken. Dabei entstehen Unterscheidungen für eigene Fragen und Entscheidungen: Wann helfen zusätzliche Informationen? Wann müssen Ziele, Regeln oder Zuständigkeiten geprüft werden? Und woran lässt sich erkennen, dass eine neue Erklärung trägt? Das Buch bietet Anhaltspunkte, das eigene Urteil weiterzuentwickeln, andere Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und Handeln an seinen Folgen zu prüfen.

Erscheint 2027 Vorabfassung anfragen

Weitere Arbeiten

In meinen anderen Arbeiten verfolge ich Fragen auch als Essay, kurzen Satz oder kommentierte Auswahl:

    • Ungleichzeitigkeit: Essays über digitale Macht, verwundbare Infrastrukturen und die Bruchstellen zwischen vertrauten Ordnungen und veränderten Lebensbedingungen, mit einem Vorwort von Patrick Riedl.
      Zu den Essays → · Zum Buch →
    • ÜBERSCHRIFTEN: Denkanstöße für die Hypermoderne an der Schnittstelle von Text und öffentlichem Raum. Beobachtungen zu Gewohnheiten, Beziehungen und Selbstbildern.
      Zum Projekt → · Zum Buch →
    • Dilep: Ausgewählte Links mit eigenen Einordnungen zu Technologie, Gesellschaft und den Bedingungen des Handelns.
      Zu Dilep →

Kontakt

Schreib mir ein paar Sätze dazu, worum es geht und welche Frage oder Entscheidung ansteht. Eine unfertige Frage genügt. Ein Dokument kann helfen, die Lage greifbar zu machen.

Im Kontakt klären wir Anliegen und Passung. Vor beauftragter Arbeit vereinbaren wir Gegenstand, Umfang, Vergütung, Vertraulichkeit und Abschluss. Das gilt auch für ein einzelnes Arbeitsgespräch. Ich verantworte meinen fachlichen Beitrag; die Entscheidung bleibt bei den dafür zuständigen Menschen. Weitere Arbeit vereinbaren wir bei Bedarf gesondert.

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